Verlässliche Krankenhausfinanzierung:
Bottroper Krankenhäuser zeigen gemeinsam Flagge bei bundesweitem Aktionstag

Krankenhäuser stehen bundesweit unter einem enormen wirtschaftlichen Druck. Kostensteigerungen, entstanden durch Inflation, Energiekrise und Anpassung der Tariflöhne, können von den Häusern selbst kaum noch aufgefangen werden. Kurzfristige Hilfsprogramme und Rettungsschirme seitens der Politik sind hier keine Lösung. Die Bundesregierung muss durch ein entsprechendes Gesetz umgehend eine verlässliche und faire Krankenhausfinanzierung sicherstellen. Nur so können die Kliniken ihren Versorgungsauftrag erfüllen, attraktive Arbeitgeber bleiben und finanziell gut über die Runden kommen.
 
Auch wenn das Knappschaftskrankenhaus und das Marienhospital aktuell noch auf eine gute finanzielle Lage blicken, schließen sie sich der Protestaktion „Alarmstufe Rot – Krankenhäuser in Not“ am 20. September in Düsseldorf an. Vor Ort möchten sie sich solidarisch zeigen mit Krankenhäusern, die sich bereits in einer finanziellen Schieflage befinden. Außerdem wünschen sie sich Verlässlichkeit bei der Finanzierung aller Kliniken im Hinblick auf eine ungewisse Zukunft.
 
32_Stefan Grave„Das Knappschaftskrankenhaus Bottrop ist im Verbund der Knappschaft Kliniken wirtschaftlich gut aufgestellt. Sollte ein Inflationsausgleich aber weiterhin ausbleiben, wird sich auch für uns die Situation im nächsten Jahr zunehmend verschärfen“, kommentiert Stefan Grave, Geschäftsführer des Knappschaftskrankenhauses Bottrop die aktuelle Lage.



32_Dr_Ulrike_Ellebrecht_GF-MHBFrau Dr. med. Ulrike Ellebrecht, Geschäftsführerin des Marienhospitals Bottrop, kann Herrn Grave nur zustimmen: „Auch wenn die Krankenhäuser in Bottrop gut aufgestellt sind, zeigen wir uns solidarisch und schließen uns der Protestaktion an.“

Bei der Kundgebung der Aktion „Alarmstufe Rot – Krankenhäuser in Not“ wird die schwierige wirtschaftliche Lage der einzelnen Krankenhäuser deutlich gemacht und schnelle Lösungsvorschläge von der Politik gefordert. Am Düsseldorfer Landtag werden sich am 20. September zum symbolischen Zeitpunkt fünf vor zwölf tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der nordrheinwestfälischen Krankenhäuser zu einer großen Kundgebung versammeln, um eine saubere Finanzierung für die Krankenhauslandschaft zu fordern und somit den Erhalt einer zuverlässigen Krankenhausversorgung zu sichern.

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