Qualitätsmanagement

1. Qualitätspolitik

Der Rahmen und die Zielvorgabe für unser Handeln basiert auf dem Leitbild und den Grundsätzen für Führung und Zusammenarbeit der knappschaftlichen Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken.

Mit seinen strategischen Zielen stellt sich das Knappschaftskrankenhaus Bottrop heutigen und zukünftigen gesundheitspolitischen Herausforderungen:

  • Patientenorientierung
  • enge Verzahnung des ambulanten und stationären Bereiches 
  • reibungsloser Informationsfluss zwischen niedergelassenen Ärzten, Krankenkassen, Krankenhaus, Reha-Klinik sowie weiteren Leistungserbringern im Gesundheitsbereich
  • mehr Qualität bei der Patientenversorgung 
  • vorsorgende medizinische Betreuung
  • Qualifizierung der Mitarbeiter 
  • Mitarbeiterorientierung 
  • Wirtschaftlichkeit
Zur Verwirklichung unserer Ziele wurde eine umfassende Strategie entwickelt, die in verschiedenen Projekten die bauliche und medizinisch-technische Entwicklung, die optimale, krankenhausübergreifende Patientenversorgung, die Mitarbeiterorientierung und die wirtschaftliche Weiterentwicklung sinnvoll miteinander verbindet.

Seit 1999 wird in Bottrop das erste integrierte medizinische Versorgungsnetz der Knappschaft "prosper - Gesund im Verbund" kontinuierlich weiterentwickelt. Dem Netz haben sich bislang rund 29.000 knappschaftlich Krankenversicherte aus Bottrop und Oberhausen und ca. 90 Knappschaftsärzte angeschlossen. Seit 2005 beteiligt sich die DAK mit rund 2.600 Versicherten am prosper-Netz Bottrop. Weitere Informationen zum prosper-Netz erhalten Sie hier: www.prosper-netz.de.

Einen weiteren Maßstab für die integrierte Versorgung setzt seit 2001 das Nephrologische Zentrum Emscher-Lippe, das aus der Zusammenlegung der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, des KfH-Dialysezentrums und einer nephrologischen Praxis entstand. 

Ein Gesundheitshaus zur Förderung der allgemeinen Gesundheitsvorsorge und vorsorgenden medizinischen Betreuung ist dem Krankenhaus angegliedert.

Zur Umsetzung unserer Qualitätsziele haben wir die Strategie des Umfassenden Qualitätsmanagements gewählt. Das Umfassende Qualitätsmanagement basiert auf der Mitwirkung aller Mitglieder einer Organisation, stellt die Qualität in den Mittelpunkt und zielt durch zufriedene Kunden auf langfristigen Geschäftserfolg sowie auf Nutzen für die Mitglieder der Organisation und die Gesellschaft.

Die kontinuierliche Verbesserung sämtlicher Prozesse ist der Grundgedanke, der unsere Organisationsentwicklung steuert. Arbeitsprozesse werden nicht nur organisiert, sondern auch im Sinne der Fehlervermeidung regelmäßig überprüft und ausgewertet sowie Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet. Eine enge Vernetzung aller Kommunikationsinstrumente und -medien des Krankenhauses macht die Qualitätspolitik, die Umsetzungsprozesse und den Erfolg der einzelnen Maßnahmen intern und extern transparent.

Mit dem KTQ-Zertifizierungsverfahren überprüfen wir regelmäßig den Erreichungs- und Durchdringungsgrad sowie die Weiterentwicklung des Qualitätsniveaus im Gesamtkrankenhaus in den Kategorien Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informationswesen, Führung und Qualitätsmanagement. Der aktuelle KTQ-Qualitätsbericht ist auf der Homepage des Krankenhauses und der Homepage der KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) unter www.ktq.de einsehbar.

2. Qualitätsziele

Qualitätsziele werden vom Leitbild des Hauses sowie aus den Anforderungen an die aktuelle Krankenhausentwicklung abgeleitet und durch Patienten-, Einweiser- und Mitarbeiterbefragungen, Analysen von Krankenhausstrukturen und -abläufen überprüft und entsprechend fortgeschrieben.

Qualitätsziele werden sowohl für das Gesamtkrankenhaus als auch abteilungsbezogen festgelegt. Die Betriebsleitung als Entscheiderkreis ist verantwortlich für die Definition von abteilungsübergreifenden Qualitätszielen. Ausgehend von den Zielen des Gesamtkrankenhauses sind alle Abteilungen jährlich verpflichtet, ihre Qualitätsziele für das nächste Jahr mit Umsetzungszeiträumen und Messgrößen für die Bewertung der Ergebnisse zu nennen.

Die Vermittlung der Ziele erfolgt über die Führungsgremien in die Teamebene sowie durch Informationsveranstaltungen und die Mitarbeiterzeitung. In einem Jahresprojektplan wird die Umsetzung der abteilungsübergreifenden Ziele monatlich dokumentiert und allen Mitarbeitern digital zur Verfügung gestellt. Über die Umsetzung der abteilungsbezogenen Ziele ist der Betriebsleitung jährlich durch die Führungskräfte Bericht zu erstatten.

Die abteilungsübergreifenden Qualitätsziele des Knappschaftskrankenhauses Bottrop sind:

  1. Kundenorientierung - intern und extern
  2. Patientensicherheit
  3. Ökonomische Ausrichtung
  4. Kontinuierliche Anpassung an die Veränderungen des "Gesundheitsmarktes"
  5. Prozessorientierte Behandlungsabläufe
  6. Optimierung der internen und externen Kommunikation
  7. Mitarbeiterorientierung / Mitarbeiterzufriedenheit / Mitarbeiterqualifizierung
  8. Gesundheitsförderung von Mitarbeitern und Patienten
  9. Aktives Umweltmanagement
  10. Arbeitssicherheit

Die abteilungsübergreifenden Projekte zur Umsetzung dieser Ziele werden im Kapitel "Qualitätsmanagement-Projekte" dargestellt.

3. Aufbau des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements

Das Qualitätsmanagement der Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH wird von der Betriebsleitung als Führungsaufgabe wahrgenommen. Unterstützt wird sie dabei durch die Stabsstelle Qualitätsmanagement. Über 70 Qualitätsmanagement-Verantwortliche wirken als Multiplikatoren des Qualitätsgedankens in den verschiedenen Bereichen des Hauses. Das Lenkungsgremium für alle Qualitätsmanagement-Aktivitäten ist ein Steuerkreis, der abteilungs- und hierarchieübergreifend zusammengesetzt ist. Um Entscheidungswege kurz zu halten, ist die Betriebsleitung in den Steuerkreis integriert.

Der Qualitätsmanagement-Steuerkreis entscheidet über

  • notwendige Projekte und abteilungsübergreifende Verbesserungsmaßnahmen zur Erreichung der festgelegten Qualitätsziele.
  • die Priorität der einzelnen Projekte/ Maßnahmen sowie die Anpassung der Priorität an aktuelle Entwicklungen und die Ressourcenverteilung.

Die Planung von qualitätsverbessernden Maßnahmen erfolgt

  • mittelfristig anhand von Prüfberichten (z. B. KTQ®) sowie von Befragungen (z. B. Patienten-, Einweiser- und Mitarbeiterbefragungen),
  • kurzfristig anhand von Kennzahlen, Problembeschreibungen aus dem Beschwerdemanagement oder dem Fehlermeldesystem (CIRS), aus internen und externen Auditberichten sowie durch Anträge der Bereichsleitungen.

Die Zielkontrolle des Qualitätsmanagement-Steuerkreises beinhaltet

  • die Überprüfung der Termintreue der einzelnen Projekte und abteilungsübergreifender Verbesserungsmaßnahmen.
  • die Problemanalyse und Einleitung von Maßnahmen, falls die formulierten Ziele nicht erreicht oder Termine nicht eingehalten werden.

Zur Umsetzung der Qualitätsziele werden Arbeitsgruppen und Qualitätszirkel gebildet bzw. interne Kommissionen mit speziellen Aufgaben betraut. Im Rahmen der ihnen gestellten Aufgaben arbeiten diese Arbeitskreise eigenverantwortlich. Gegenüber der Betriebsleitung besteht Berichtspflicht. Die Zusammensetzung der Gruppen orientiert sich an den Interessen der Mitarbeiter und den zu lösenden Aufgaben. Verfahrensanweisungen regeln das Projektmanagement, die Arbeit in Kommissionen, Arbeitsgruppen sowie Qualitätszirkeln und den Umgang mit dem Berichtswesen.

Die Qualitätsplanung, die Umsetzung von Projekten und Verbesserungsmaßnahmen sowie deren Ergebnisse werden allen Mitarbeitern durch interne Veröffentlichungen transparent gemacht.

Zur Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements kommen vielfältige Qualitätsinstrumente zum Einsatz. Sie werden auf der Basis fester Vorgaben systematisch und regelmäßig in der Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH eingesetzt. Eine Auswahl der wichtigsten Instrumente ist unter dem Kapitel "Instrumente des Qualitätsmanagements" dargestellt.

4. Instrumente des Qualitätsmanagements

Projektmanagement
Mit dem Projektmanagement, einem speziellen Organisationskonzept zur systematischen Planung, Überwachung, Koordination und Steuerung, werden die definierten Ziele und Ergebnisse eines Projektes zu einem festen Zeitpunkt herbeigeführt. Zur Qualitätssicherung erfolgen regelmäßige Zielkontrollen durch die Projektleiter und die Überprüfung des Erfolgs von Verbesserungsmaßnahmen anhand von festgelegten Kriterien. Das Gesamtprojektcontrolling obliegt der Betriebsleitung, die dabei durch die Assistentin der Geschäftsführung unterstützt wird. Der Jahresprojektplan wird monatlich aktualisiert und intern veröffentlicht. Abweichungen von der Projektplanung und den Projektzielen werden durch die Betriebsleitung bzw. den Qualitätsmanagement-Steuerkreis analysiert und Problemlösungsmaßnahmen zeitnah veranlasst.

Qualitätszirkel und Arbeitsgruppen
Zur Umsetzung von Qualitätszielen und des Prinzips der kontinuierlichen Verbesserung nutzt die Betriebsleitung die Erfahrung, Expertise und das Problemlösungs-Know-how ihrer Mitarbeiter in Form von Qualitätszirkeln und Arbeitsgruppen. Klare Strukturen und Regeln der Zusammenarbeit helfen Zeit- und Personalressourcen wirkungsvoll einzusetzen sowie Transparenz der Arbeitsergebnisse zu schaffen.

Befragungen
Zur Steuerung des Qualitätsmanagements nutzt die Betriebsleitung regelmäßig standardisierte Patienten-, Einweiser- und Mitarbeiterbefragungen sowie Befragungen der nachsorgenden Pflegeeinrichtungen. Die Ergebnisse werden diskutiert, Verbesserungspotenziale identifiziert und als Projekte in den Jahresprojektplan aufgenommen. Erneute Befragungen dienen der Überprüfung eingeleiteter Verbesserungsmaßnahmen.

Beschwerdemanagement
Patientenbeschwerden und Anregungen werden durch ein systematisches Beschwerdemanagement erfasst, ausgewertet und auf Verbesserungsmöglichkeiten überprüft. Auf allen Stationen sowie in den Funktionsbereichen hängen gut sichtbar Briefkästen und Formulare für Anregungen und Beschwerden. Probleme, die nicht in den Abteilungen gelöst werden können, werden in einem Qualitätszirkel bearbeitet.

Risikomanagement
Im Krankenhaus und im Reha-Zentrum prosper wird ein ganzes Bündel an Maßnahmen und Instrumenten zur systematischen Erkennung, Anlayse und Bewertung von Risiken eingsetzt. Beispielhalft dafür steht das Berichtssystem für kritische Ereignisse (CIRS). Auf der Grundlage der Erkenntnisse werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, Prozesse angepasst und überwacht.

Externe und interne Audits durch Experten und Sachkundige
In der Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH werden regelmäßig umfassende interne und externe Audits, also Begehungen mit Überprüfungen der Qualität des Krankenhauses, durch externe und interne Experten und Sachkundige durchgeführt. Ziel ist es, die Kenntnis und Umsetzung externer sowie interner Vorgaben systematisch zu prüfen und eventuelle Mängel sowie die Notwendigkeit von Korrekturmaßnahmen aufzudecken.

Beispiele für regelmäßige externe Audits sind:

  • Begehungen hygienerelevanter Bereiche durch Vertreter des Regierungspräsidenten und den Leiter des örtlichen Gesundheitsamtes
  • Externe Begehungen zur Arbeitssicherheit
  • Externe Brandschutzbegehungen
  • Begehungen der Stationen durch den externen Apotheker zur Überprüfung des Umgangs mit Medikamenten

Beispiele für regelmäßige interne Audits sind:

  • Audit Hygiene
  • Audit Verbandsvisiten
  • Audit Pflegedokumentation
  • Audit Sturzmanagement

Prozessanalysen
Zur Optimierung von Behandlungs- und Verwaltungsprozessen nutzt die Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH verschiedene Analyseinstrumente, wie z. B. Interviews der Prozessbeteiligten, Prozessbeobachtung durch Dritte, Darstellung der Abläufe als Diagramme, Erhebung von Wartezeiten, Prozesskennzahlen, Abweichungsprotokolle und statistische Auswertungen. Bei Bedarf wird die Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH dabei durch Beratungsunternehmen unterstützt.

Interdisziplinäres Kolloquium und Fallbesprechungen
Im Knappschaftskrankenhaus Bottrop finden wöchentlich interdisziplinäre Fall- und Tumorkonferenzen statt. Sie dienen der Indikations-, Diagnostik- und Prozessoptimierung. Die niedergelassenen Ärzte aus Bottrop und Umgebung sind eingeladen, eigene Fälle in dieser Runde vorzustellen.

Schulung der Mitarbeiter
Jeder Mitarbeiter ist für die Qualität in der Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH verantwortlich. Damit unsere Mitarbeiter diese Aufgabe erfüllen können, bietet die Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH den Mitarbeitern eine Vielzahl geeigneter interner und externer Fort- und Weiterbildungen an.

Kennzahlensystem
Zur Steuerung der Prozess- und Ergebnisqualität wurde in der Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH ein Kennzahlensystem entwickelt, mit dem der Erfolg des Qualitätsmanagements systematisch geprüft und sichtbar gemacht werden kann. Über ein strukturiertes Berichtswesen und die Führungsebenen werden die Ergebnisse des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses den Mitarbeitern transparent gemacht.

Benchmarking
Benchmarking ist der Prozess des Vergleichens und Messens der eigenen Produkte, Dienstleistungen und Prozesse mit den besten Wettbewerbern oder den anerkannten Marktführern. Die Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH stellt sich regelmäßig dem Vergleich mit anderen Krankenhäusern und Reha-Kliniken um Hinweise auf weitere Möglichkeiten zur Qualitätsverbesserung zu erhalten.

5. Qualitätsmanagement - Projekte

Projekte sind komplexe und/oder innovative, einmalige Aufgabenstellungen, die außerhalb der Routinetätigkeiten liegen und für deren Lösung oft eine berufs- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit notwendig ist.  Da der Einsatz von personellen und finanziellen Ressourcen dabei beträchtlich ist, nutzt das Knappschaftskrankenhaus Bottrop die Organisationsform des Projektmanagements, um die Umsetzung von Qualitätszielen systematisch zu planen, zu überwachen, zu koordinieren und zu steuern.

Allen Projekten gemein ist die schriftlich definierte Ziel- und Aufgabenstellung, die festgelegten Verantwortlichkeiten, die finanziellen und personellen Ressourcen, der definierte Umsetzungszeitraum sowie die Festlegung von Kriterien bzw. Kennzahlen zur Evaluation der Zielerreichung.

Im Knappschaftskrankenhaus Bottrop wurden bzw. werden unter anderem zur Zeit folgende Projekt durchgeführt:

Weiterentwicklung der Integrierten Versorgung im prosper-Netz

  • Einführung von transsektoralen Pfaden zur Überleitung von knappschaftlich-versicherten Patienten in knappschaftliche Reha-Kliniken.
  • Verschiedene Schnittstellenprojekte zwischen niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus, wie  z. B. die Entwicklung einheitlicher Behandlungsleitlinien oder die Erstellung gemeinsamer Arzneimitteltherapie-Konzepte.

Optimierung der Patientenversorgung und Patientenorientierung im Krankenhaus

  • Umsetzung des Expertenstandards "Schmerzmanagement" zur Verbesserung der schmerztherapeutischen Versorgung der Patienten, wobei insbesondere neue Regelungen zu einem strukturierten perioperativen Schmerztherapiekonzept erarbeitet wurden.
  • Intensivierung der Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern zum Thema „Tod und Sterben“, z. B. im Bereich Palliativcare mit der Einführung eines palliativmedizinischen Konsiliardienstes, Schmerzmanagement, Umgang mit Tod und Sterben mit Schwerpunkt „Transkulturelle Pflege am Lebensende“, Patientenverfügungen oder ethische Fallbesprechung, um die Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen individueller zu berücksichtigen.
  • Aufbau eines interdisziplinären Darmzentrums zur Bündelung der Kompetenzen verschiedener Fachabteilungen und externer Kooperationspartner mit wöchentlicher Tumorkonferenz.
  • Kontinuierliche Optimierung der Abläufe in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin unter dem Aspekt der Risikominimierung und Patientenorientierung.
  • Optimierung des Konzeptes „hausinterne Übersetzungshelfer“ inklusive der Inanspruchnahme eines professionellen Dolmetscherdienstes im Bedarfsfall, um die sprachlichen Zugangsbarrieren abzubauen, die kulturelle Sensibilität im Umgang miteinander zu erhöhen und die pflegerische und medizinische Versorgung qualitativ zu verbessern.
  • Verbesserung der Arzneimittelsicherheit durch die Integration einer Spezial-Software in das Krankenhausinformationssystem zur Arzneimittel-Überprüfung im Verordnungsprozess, die z.B. bei der Anordnung von Medikamenten die Dosierung unter Einbeziehung der Laborwerte überprüft sowie mögliche Interaktionen mit anderen Arzneimitteln transparent macht. Zudem besteht für knappschaftlichversicherte Patienten die Möglichkeit, eine elektronische Behandlungsinformation zu generieren.
  • Im Knappschaftskrankenhaus Bottrop besteht für knappschaftlich versicherte Patienten seit drei Jahren die Möglichkeit, eine elektronische Behandlungsinformation (eBI) zu generieren. Diese dient zur Unterstützung des Anamneseprozesses und beinhaltet Informationen zu bisherigen Medikamenten, Diagnosen, Klinikaufenthalten und Arztbesuchen des Patienten. Durch die Nutzung dieser Information wird die Patientensicherheit erhöht. Mittlerweile wird dieser Service auch für Versicherte der Barmer GEK angeboten.
  • Aktion "Saubere Hände" zur Complianceverbesserung der Händehygiene und Senkung von nosokomialen Infektionen durch Optimierung des Arbeitumfeldes von Krankenhauspersonal hinsichtlich der Verfügbarkeit von Händedesinfektionsmitteln. Entwicklung von Patientenbroschüren z.B. zu den Themen MRGN und MRSA.
  • Umstellung und Erweiterung des EDV-gestützten Krankenhausinformationssystems zur schnelleren patientenbezogenen Informationsbereitstellung, zur Befunddemonstration bei der Visite über iPads sowie zur besseren Vernetzung der einzelnen Krankenhausbereiche.
  • Etablierung eines Patientenbegleitdienstes zur Verkürzung der Wartezeiten bei Untersuchungen und Entlastung des Pflegedienstes.

Mitarbeiterqualifizierung und Mitarbeiterorientierung

  • Ein Personalentwicklungskonzept wurde etabliert.
  • Ausbau des Fort- und Weiterbildungsangebotes mit der Einführung eines umfassenden Leitfadens zur Regelung des Umgangs mit Fortbildung/Weiterbildung u.a. bezüglich Freistellungen, Kostenübernahmen.
  • Weiterentwicklung der präventiven betrieblichen Gesundheitsförderung auf der Grundlage von Mitarbeiterbefragungen, wie z. B. Stressbewältigungsseminare,  Ernährungsberatung, Ausbau der Sportkurse sowie Aufstockung der Anzahl von Raucherberatern und Angebot zur Raucherentwöhnung.

Wirtschaftlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung

  • Einführung der digitalisierten Dokumentation von hochaufwendigen Pflegemaßnahmen auf der „Normalstation“.
  • Optimierung des Berichtswesens als elementares Steuerungsinstrument für die am Entscheidungsprozess beteiligten Führungskräfte sowie zur Schaffung von mehr Transparenz bei den Beschäftigten.
  • Optimierung des Anforderungsprozesses für Material zur Reduzierung von fehlgeleiteten, unvollständigen und unnötigen Anforderungen zur Kostenreduzierung und Sicherstellung des Behandlungsprozesses durch zeitgerechte Belieferung.
  • Weiterentwicklung des Umweltschutzes durch Maßnahmen zur Energieeinsparung, Abfallvermeidung und Reduzierung des Papierverbrauchs.

 

    6. Bewertung des Qualitätsmanagements

    Zertifikate_QM_12505
    Das Knappschaftskrankenhaus Bottrop stellt sich regelmäßig dem Qualitätsvergleich mit anderen Krankenhäusern und nutzt die Ergebnisse externer und interner Qualitätsbewertungen zur kundenorientierten Weiterentwicklung seiner Qualitätsziele und Qualitätsmaßnahmen.

    2016 - Re-Zertifizierung der Stroke Unit durch die Deutsche Schlaganfall-Hilfe
    Durch die Re-Zertifizierung wurde der Status der Schlaganfall-Station als regionale Stroke Unit entsprechend den Kriterien der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bestätigt.

    2016 - Re-Zertifizierung der Schwerpunktpraxis für Ernährungsmedizin BDEM
    Die Ambulanz für Diabetologie und Ernährungsmedizin hat dem Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM) aufgrund ihrer interdisziplinären, multimodalen Konzeption nachgewiesen, dass sie über eine besondere Qualifikation in der Behandlung von ernährungsbedingten und ernährungsabhängigen Erkrankungen verfügt.

    2016 - Silberzertifikat des Europäischen und Deutschen Netzes Rauchfreier Gesundheitseinrichtungen
    Das Netz Rauchfreier Gesundheitseinrichtungen zeichnet über die Staffelung Bronze-, Silber- und Goldzertifikat den Entwicklungsstand der Krankenhäuser bei der Umsetzung des Gesundheitsschutzes vor Tabakrauch sowie von Angeboten zur Raucherberatung und Tabakentwöhnung aus.

    2016 - Zertifizierung Patientensicherheit nach den Kriterien der 4QD-Qualitätskliniken
    Die DEKRA-Certification GmbH bescheinigt der Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH, dass alle ihre Kliniken den Standard zur Patientensicherheit gemäß den spezifischen Kriterien der 4QD-Qualitätskliniken.de GmbH eingeführt haben und wirksam anwenden.

    2016 - Re-Zertifizierung des Knappschaftskrankenhauses nach KTQ
    KTQ steht für Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen. Gesellschafter dieser Kooperation sind die Spitzenverbände des Gesundheitswesens wie z. B. die Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherung. Bewertet wurde der komplette Behandlungsablauf der Patienten von der Aufnahme bis zur Weiterbetreuung nach der Entlassung. Neben der Patientenorientierung standen aber auch die Mitarbeiterorientierung, die Sicherheit im Krankenhaus, das Informationswesen, die Krankenhausführung und das Qualitätsmanagement auf dem Prüfstand, allesamt Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Ziels einer optimalen Patientenversorgung.
    Der von den KTQ-Visitoren überprüfte Qualitätsbericht des Knappschaftskrankenhauses Bottrop ist auf der Homepage der KTQ ( www.ktq.de ) und des Krankenhauses einsehbar.

    2016 - Re-Zertifizierung des Reha-Zentrums prosper nach KTQ
    Der von den KTQ-Visitoren überprüfte Qualitätsbericht des Reha-Zentrums prosper ist auf der Homepage der KTQ ( www.ktq.de ) und des Krankenhauses einsehbar.

    2016 - Re-Zertifizierung der Diabetologie nach QMKD
    Durch die Re-Zertifzierung ist die Diabetologie gleichzeitig als Behandlungseinrichtung für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker (Stufe 2) durch die Deutsche Diabetes-Gesellschaft anerkannt. Dem Zertifizierungsverfahren liegt u.a. das Prüfungsmanual der KTQ-Zertifizierung zugrunde.

    2016 - Re-Zertifizierung als Nephrologische Schwerpunktklinik DGfN
    Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie bestätigt der Klinik für Innere Medizin II mit dem Zertifikat, dass sie die Anforderungen an eine Nephrologische Schwerpunktklinik nach DGfN erfüllt hat.

    2016 - Zertifizierung als Zentrum für Hypertonie DGfN
    Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie bestätigt der Klinik für Innere Medizin II mit dem Zertifikat, dass sie die Anforderungen an ein Zentrum für Hypertonie nach DGfN erfüllt hat.

    2015 - Zertifizierung als Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie DGAV
    Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie bestätigt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, dass sie die Zertifizierungskriterien für ein Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie nach DGAV erfüllt.

    2015 - DHG-Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“
    Die Deutsche Herniengesellschaft bestätigt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, dass sie die Zertifizierungskriterien für eine qualitätsgesicherte Hernienchirurgie erfüllt.

    2014 - Re-Zertifizierung als ÖKOPROFIT Betrieb
    Die Auszeichnung wird nach einer Betriebsbesichtigung vergeben und bestätigt, dass das Krankenhaus über ein betriebliches Gesamtkonzept zum Umweltschutz verfügt.

    2014 - Zertifizierung des Gefäßzentrums nach DGG
    Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßmedizin bestätigt der Klinik für Gefäßchirurgie mit dem Zertifikat, dass sie die Anforderungen an ein Gefäßzentrum erfüllt hat.

    2011 - Silberzertifikat der "AKTION Saubere Hände"
    Die "AKTION Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Mit dem Zertifikat wird die Teilnahme und die Qualität der Umsetzung bestätigt. Das Niveau der erreichten Veränderungen wird über die Zertifikatsstufen Bronze, Silber und Gold abgebildet.

    Regelmäßiger Vergleich der Befragungsergebnisse
    Das Knappschaftskrankenhaus Bottrop und das Reha-Zentrum prosper vergleichen ihre Ergebnisse aus den Patienten- und Mitarbeiterbefragungen regelmäßig mit anderen Krankenhäusern bzw. Reha-Kliniken.

    Regelmäßige interne und externe Audits durch Experten und Sachkundige
    Im Knappschaftskrankenhaus Bottrop werden regelmäßig umfassende interne und externe Audits, also Begehungen mit Überprüfungen der Qualität des Krankenhauses, durch externe und interne Experten und Sachkundige durchgeführt.

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