Prostatakarzinomzentrum - Nuklearmedizin

In der Nuklearmedizin werden (anders als in der Röntgendiagnostik, in der Formveränderungen begutachtet werden) Körperfunktionen sichtbar gemacht. Dies ist insbesondere deshalb von Relevanz, weil Stoffwechsel Auffälligkeiten den anatomischen Veränderungen häufig vorausgehen. Das bedeutet, dass bösartige Streuherde oft schon im Frühstadium gut mithilfe der Knochenszintigrafie von nuklearmedizinischer Seite abgeklärt werden können: Hierbei wird immer das gesamte Knochensystem untersucht.

Dies funktioniert, indem man eine geringe Menge radioaktiver Substanz (die Strahlenmenge entspricht der einer Röntgenuntersuchung der Lendenwirbelsäule, es handelt sich dabei nicht um Kontrastmittel) wie bei einer Blutentnahme in eine Vene spritzt. Es bedarf übrigens keiner weiteren Vorbereitungen von Patientenseite, Nebenwirkungen treten nur äußerst selten auf.

Die Substanz wird während der folgenden zwei bis drei Stunden in die Knochen eingebaut (in dieser Zeit muss der Patient nicht vor Ort bleiben und ist auch nicht weiter beeinträchtigt), dann werden Aufnahmen des gesamten Skelettsystems angefertigt. Eine Kamera fährt für ca. 20-30 Minuten über den Körper hinweg (es handelt sich also um keine abgeschlossene Röhre), gegebenenfalls müssen noch zusätzlich Schichtaufnahmen gemacht werden (Dauer ca. 20 Minuten), die aber keine weitere Strahlenbelastung bedeuten.

Eine weitere nuklearmedizinische Untersuchung, die Stoffwechselveränderungen im gesamten Körper (und damit auch z.B. Krebsabsiedlungen bei bösartigen Prostataerkrankungen) unmittelbar in einer simultanen Bildgebung zusammen mit computertomografischen (CT) Schnittbildaufnahmen abklären kann, ist die PET-CT oder PSMA-PET-CT Untersuchung. Diese Untersuchungen bieten wir in Kooperation mit den umliegenden Universtiätskliniken an.

Für Fragen steht das Team der Nuklearmedizin gerne zur Verfügung.

Dr. med. Svenja Hennigs

02041 15-1401

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