Das Knappschaftskrankenhaus freut sich über Prämienzahlung

Sonderleistungen für Pflegekräfte als positives Signal im richtigen Moment

Die Beschäftigten des Knappschaftskrankenhauses haben in diesen Tagen allen Grund zur Freude. Das Knappschaftskrankenhaus Bottrop gehört als einziges Krankenhaus in Bottrop zu den Kliniken, die einen Anspruch auf Zahlung einer Sonderprämie für ihre Pflegekräfte haben. Damit erhalten alle pflegerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Zuwendung, die unmittelbar an der Versorgung von Covid-19-Patienten beteiligt und damit einer beson-deren Arbeitsbelastung ausgesetzt waren.

Das Knappschaftskrankenhaus Bottrop hat bereits zu Beginn der Corona-Pandemie einen sogenannten dreigeteilten Covid-Bereich geschaffen mit räumlicher und personeller Ab-grenzung zu den anderen Stationen im Haus. In einem Teil, der sogenannten Abklärungs-einheit werden die neu aufgenommenen Patienten untergebracht und erst nach Vorliegen des Testergebnisses auf die anderen Stationen verteilt. In einem weiteren Bereich werden Patienten versorgt, die Covid-verdächtige Symptome zeigen, aber noch kein positives Test-ergebnis ausweisen, und zu guter Letzt gibt es einen Teilbereich, in dem ausschließlich Pati-enten mit positiven Corona-Testergebnis untergebracht werden. In diesen Bereichen gelten besonders strenge Hygienevorschriften und es müssen besondere Richtlinien und Vorgaben eingehalten werden, um das Personal und Mitpatienten vor Ansteckungen während der Be-treuung von Covid-Patienten zu schützen.

Ursula Eimers, eine der erfahrensten Stationsleitungen der Klinik, hat bereits im Frühjahr die besondere Aufgabe übernommen, die Covid-Bereiche des Knappschaftskrankenhauses auszurüsten, die pflegerischen Mitarbeiter zu gewinnen, in einem Team zu vereinen und zu leiten. „Aus allen Pflegestationen sind Mitarbeiter*innen zusammengekommen und haben sich in einer großartigen Teamleistung zu einem eingespielten, fachkompetenten Pfle-geteam zusammengefunden. Nur so gelingt es uns, die große Verantwortung eines solchen Pflegebereiches zu tragen und die Belastung im Miteinander abzufangen“, erklärt die enga-gierte Stationsleitung, die bereits seit 1980 im Knappschaftskrankenhaus beschäftigt ist. „Die Arbeit in diesem Bereich ist nichts für jeden Mitarbeiter der Pflege und das ist auch in Ord-nung so. Auf den anderen Stationen werden sie ja ebenso für die Patientenversorgung be-nötigt“, erläutert sie. Die Arbeit mit Covid-Patienten kann - insbesondere auf der Intensivsta-tion - sehr belastend sein. Die Patienten dort sind oft schwer krank und müssen beatmet werden. Manche der an Covid-19 erkrankten Patienten versterben entweder direkt an der Infektion oder im Zusammenhang mit der Infektion. „Solche Erfahrungen bleiben nicht in den Kleidern hängen. Hinzu kommen die Unsicherheit und die Einschränkungen in allen Lebensbereichen, die die Corona-Krise mit sich bringt“, beschreibt Ursula Eimers die beson-deren aktuellen Herausforderungen.

„Die Prämienzahlung und das damit verbundene positive Signal der Politik kommen genau zum richtigen Zeitpunkt“, so Pflegedirektorin Christa Hermes. Die Infektionszahlen sind stark angestiegen und auch die Zahl der im Krankenhaus zu behandelnden Patienten ein-schließlich der intensivpflichtigen Patienten ist konstant deutlich höher als im Frühjahr. „Wir müssen erneut alle Kräfte mobilisieren, insbesondere um die personellen Ressourcen für die Behandlung dieser Patienten bereit zu stellen“, führt Christa Hermes aus. „Dem Pflegeper-sonal wird viel abverlangt, denn es muss jederzeit auf die aktuellen Anforderungen reagieren und Prozesse, Dienstpläne und Bettenverteilungen oft sehr kurzfristig anpassen. Umso mehr freut es mich, dass der lange Atem und die große Einsatzbereitschaft unserer pflege-rischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter endlich auch seitens der Politik die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen“.

Die Geschäftsführung des Knappschaftskrankenhauses hat sich gemeinsam mit der Pfle-gedirektion und dem Betriebsrat über die genaue Zuteilung und die Höhe der Prämien für die einzelnen Beschäftigten abgestimmt. Schließlich sollen die Prämien möglichst so verteilt werden, dass die unterschiedliche Art der Zusatzaufgaben und Belastungen sich in der Prämienhöhe wiederspiegeln. Auch andere patientennahe Bereiche wie der Reinigungs-dienst oder die Funktionsbereiche werden miteinbezogen, denn nur gemeinsam kann diese Pandemie gemeistert und die Patientenversorgung sichergestellt werden.

Finanziert wird das Prämienpaket von 100 Millionen Euro aus dem Gesundheitsfond sowie durch private Krankenversicherungsunternehmen. Die anspruchsberechtigen Krankenhäu-ser werden nach Kriterien wie Bettenzahl im Verhältnis zur Anzahl der behandelten Covid-19-Patienten durch ein unabhängiges Institut ermittelt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat das Knappschaftskrankenhaus Bottrop insgesamt 127 (Stand 03.12.) Covid-19-Patienten behandelt (einschließlich der aktuell behandelten Patienten).


Stationsleiterin Ursula Eimers (r.) mit Pflegedirektorin Christa Hermes (l.) - hier bei ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum
Stationsleiterin Ursula Eimers (r.) mit Pflegedirektorin Christa Hermes (l.) - hier bei ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum
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