KK Bottrop stellt vier Demenzbetreuer ein

Im vergangen Jahr startete in Kooperation mit der GAFÖG im Knappschaftskrankenhaus Bottrop und anderen Einrichtungen eine neue 6-monatige Ausbildung zur/m Demenzbetreuerin/betreuer. Die zertifizierte Weiterbildungsmaßnahme umfasst theoretische und praktische Module und qualifiziert die Auszubildenden für die Begleitung und Betreuung von Menschen mit Demenz z. B. in Krankenhäusern. Insgesamt 16 Personen schlossen die Ausbildung Mitte April 2016 erfolgreich ab.
  
Das KK Bottrop hat zum 1. Juni vier Demenzbetreuer (insgesamt drei Vollzeitstellen) eingestellt. Diese werden von der GAFÖG gefördert. „Die Demenzbetreuer übernehmen gemeinsame Beschäftigungen mit den Patienten wie Malen und Basteln, Brett- und Kartenspiele und Spaziergänge. Sie begleiten die Patienten ebenfalls bei Transporten zu Untersuchungen, so dass es dadurch auch zu einer Entlastung der Pflegekräfte kommt“, so Elisabeth Wichmann, stellvertretende Pflegedirektorin des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, und Betreuerin des Projektes.
  
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Das Team der Demenzbetreuer v. l. n. r.: Elke von Gruchalla, Kerstin Sandfort,
Elisabeth Wichmann (stellv. Pflegedirektorin), Martina Szalaty und Ingrid Diepenbrock.

 
Das KK Bottrop hat bereits zahlreiche Maßnahmen getroffen, um den besonderen Anforderungen im Umgang mit dementen Patienten bei der stationären Behandlung gerecht zu werden. Immer mehr Patienten leiden neben ihrer Akuterkrankung an Demenz.
 
10_Schalter_smlSo wurden die Räumlichkeiten im Krankenhaus besonders ausgestattet und  Alltagsgegenstände wie Lichtschalter, Papierkörbe, Toilettendeckel in den vier altersmedizinischen Zimmern farblich von der Umgebung abgesetzt und den Patientenbedürfnissen angepasst. Bilder von Haustieren, Verwandten oder beliebten Hobbys an der Zimmertür erleichtern es den dementen Patienten, ihr Zimmer auf der Station zu finden. Seit 2014 gibt es sieben Betten in der Klinik für Neurologie für die sogenannte geriatrische Komplexbehandlung, die der altersmedizinischen Behandlung von Patienten Rechnung trägt.
 

 
Bereits bei der Aufnahme in der neurologischen Ambulanz erfolgt ein Patientenscreening, bei dem mit Hilfe eines Fragenkatalogs alle Patienten über 65 Jahre auf einen möglichen altersmedizinischen Handlungsbedarf hin untersucht werden. Zur Zeit kümmern sich zwei Fachkräfte mit der Weiterbildung Geriatrie um die besonderen Bedürfnisse der Patienten in der altersmedizinischen Einheit, eine weitere Fachkraft ist geplant.
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