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Neue Koordinatorin für Adipositaschirurgie

ein wichtiger Schritt für die Chirurgie im Knappschaftskrankenhaus

Presseveröffentlichung | WAZ Bottrop | 4. Juni 2014

adipositaskkordinatorinBereits seit 2005 werden bariatrische, d. h. in Zusammenhang mit Übergewicht stehende Operationen zur Behandlung von extremem Übergewicht mit ständig steigenden Fallzahlen im Knappschaftskrankenhaus in Bottrop durchgeführt. Um diese Patientengruppe bestmöglich betreuen und das Leistungsspektrum der Klinik erweitern zu können, hat die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie die Position einer Adipositas-Koordinatorin geschaffen.

Die neue Koordinatorin Simone Rduch ist Krankenschwester und war 13 Jahre auf der chirurgischen Station D im Knappschaftskrankenhaus tätig und konnte dort viele Erfahrungen in der Betreuung dieser Patientengruppe sammeln. Seit April ist sie feste Ansprechpartnerin für die Adipositas-Patienten. Sie verfügt über die Zusatzqualifikation als Pflegeexpertin für Adipositas und Bariatric, hat vor 5 Jahren die Adipositas Selbsthilfegruppe  am Knappschaftskrankenhaus  mitgegründet und seitdem bereits viele Patienten und Betroffene auf Ihrem Weg aus der Adipositas begleitet. „Ich freue mich sehr und bin ganz aufgeregt, mich dieser neuen Aufgabe widmen zu können. Eine Stelle auszufüllen, die es vorher gar nicht gegeben hat, erfordert viel Kreativität. Ich bin sehr neugierig, wohin mich dieser Weg führen wird“ sagt Simone Rduch zu ihrer neuen Aufgabe.

Das Aufgabengebiet der Adipositas-Koordinatorin ist breit gefächert: Sie nennt den Patienten Ansprechpartner, koordiniert Termine rund um das multimodale Konzept, hilft beim umfangreichen Antragsverfahren und soll in Absprache mit den Ärzten den Patienten Möglichkeiten aufzeigen, die  rund um die konservative und operative Therapie der Adipositas benötigt werden. Die Koordinatorin ist Montag bis Donnerstag unter der Rufnummer 15-4965 zu erreichen.

Krankhaftes Übergewicht  ist eine komplexe Erkrankung mit vielen unterschiedlichen Ursachen. Ab einem „Body-Mass-Index“ (BMI) von  über 30 kg/m² spricht man von krankhafter Adipositas, ein Thema mit steigender Relevanz in allen Krankenhausbereichen. Fast die Hälfte der Patienten leidet auch an Übergewicht, dies ist für die Betroffenen, aber auch für die Behandelnden mit hohen körperlichen und psychischen Belastungen verbunden.

Bei vielen Menschen mit extremem Übergewicht reichen konservative Methoden, wie z.B. Diäten oder Kombinationen aus Diäten und psychologischer Verhaltensbetreuung (sogenannte „multimodale Programme“) zur Gewichtsreduktion nicht aus, um einen relevanten Gewichtsverlust nachhaltig zu erreichen. Ein Ausweg kann dann eine sogenannte bariatrische Operation sein, bei der entweder der Magen verkleinert oder umgeleitet wird, wodurch die Nahrungsmenge verringert und die Nährstoffaufnahme in den Körper sehr stark reduziert wird. Durch diese Operationen werden dann Gewichtsabnahmen von 50-70 kg (und mehr! ) möglich.

„Die Adipositaschirurgie spielt eine große Rolle in der weiteren Entwicklung unserer Klinik und stellt uns sowohl logistisch als auch chirurgisch vor schwierige Aufgaben. Wir sind sehr froh, dass es möglich ist, mit der neu geschaffenen Koordinationsstelle den „nächsten Schritt“ in Richtung eines zertifizierten Zentrums machen zu können“ erläutert Chefarzt Dr. Peitgen seine Sicht als Chefarzt auf die neue Entwicklung.

 „Im Knappschaftskrankenhaus haben wir den Vorteil, auf vielen Ebenen unseren übergewichtigen Patienten helfen zu können“, so Dr. Peitgen, „wir haben sowohl die Möglichkeit in der Diabetologie und im Gesundheitshaus konservative Gewichtsreduktionsprogramme anbieten zu können, als auch eine fundierte Ernährungsberatung durch geschulte Ärzte und Ernährungsfachkräfte. Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit mehreren Selbsthilfegruppen, mit den medizinischen Diensten der Krankenkassen und mit psychosomatischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten, die sich auf die Behandlung der Adipositas spezialisiert haben. Adipositas-Behandlung kann nur im Netzwerk erfolgreich sein.“

Dr. Celesnik, Oberarzt der Klinik ergänzt: „Neben der chirurgischen Leistung im Operationssaal ist es sehr wichtig, den Patienten auch Gespräche in Selbsthilfegruppen, Informationsabende, Bewegungsgruppen und Unterstützung bei der Antragerstellung sowie weitere Angebote anzubieten. Hier wird uns die Adipositas-Koordinatorin wesentlich entlasten und nach vorne bringen.“

Informationen unter www.chirurgie-bottrop.de und www.adipositas-shg-bottrop.de

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