Das Foto zeigt v.l.n.r.: Prof. Dr. Gernold Wozniak, Ärztlicher Direktor des KK Bottrop und Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, Sabine Cittrich, Assistentin der Geschäftsführung, Herbert Schulz, Leiter der EDV-Abteilung, und PD Dr. Guido Trenn, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I - Allgemeine Innere Medizin, Diabetologie, Gastroenterologie, Hämatologie/Onkologie und Pneumologie.
Das Foto zeigt v.l.n.r.: Prof. Dr. Gernold Wozniak, Ärztlicher Direktor des KK Bottrop und Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, Sabine Cittrich, Assistentin der Geschäftsführung, Herbert Schulz, Leiter der EDV-Abteilung, und PD Dr. Guido Trenn, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I - Allgemeine Innere Medizin, Diabetologie, Gastroenterologie, Hämatologie/Onkologie und Pneumologie.

Erfolgreiches Projekt

Knappschaftskrankenhaus in Landesdatenbank NRW aufgenommen

Das Knappschaftskrankenhaus Bottrop hat sich mit dem Projekt „Interdisziplinäre und interprofessionelle Vernetzung aller digitalisierten Patientendaten zur Vermeidung von Fehlentscheidungen“ erfolgreich bei der Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen – Innovative Projekte im Gesundheitswesen“ beworben.

Im Rahmen dieser Landesinitiative wird jährlich der mit 15.000 Euro dotierte „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen“ zu einem Schwerpunktthema verliehen. Innovative Projekte und Ideen zur Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung jenseits des Schwerpunktthemas können ebenfalls eingereicht werden. Dabei werden herausragende Projekte jenseits des Schwerpunktthemas nach einem aufwendigen Bewertungsprozess, gleichsam als „Ritterschlag“,  in die Liste der Landesinitiative „gesundes Land NRW“  aufgenommen. Die Einrichtungen, die den Sprung in die Datenbank geschafft haben, dürfen fortan das Qualitätssiegel „Beispielhaftes Projekt Landesinitiative Gesundes Land Nordrhein-Westfalen 2014“ tragen.

Bei dem vom Knappschaftskrankenhaus in Bottrop durch Prof. Dr. Gernold Wozniak, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, und PD Dr. Guido Trenn, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, eingereichten Projekt geht es um die Sicherstellung eines hohen und stabilen Maßes an Behandlungssicherheit für den Patienten, und zwar unter möglichst allen Bedingungen (z. B. Fachwechsel, Wechsel des Personals, Änderung der Behandlungseinrichtung).

Um die für die Behandlung relevanten Daten zu erhalten, ist jeder Behandelnde auf die Verfügbarkeit und die hohe inhaltliche Qualität eines zentralen Informationspools angewiesen.  Bisher stellt die klassische Patientenakte diesen Pool  mit Vorinformationen und der Tagesdisposition dar. Im Knappschaftskrankenhaus Bottrop werden seit einem sehr erfolgreichen Pilotprojekt in der Gefäßchirurgie  im letzten Jahr nun in allen Kliniken nahezu alle relevanten Patientendaten in einem Serverpool verwaltet, auf den jeder berechtigte Mitarbeiter von jeder Stelle des Krankenhauses zu jeder Zeit dezentral zugreifen kann. Neben der Dateneinsicht können auch Dateneingaben und Anordnungen patientenorientiert erfolgen.

„Dieser Umgang mit den relevanten Daten an sich ist schon sehr fortschrittlich, doch bei dem wirklich Besonderen, das zusätzlich für die Patientensicherheit von enormer Bedeutung ist, handelt es sich um ein interaktives Warnsystem“, erläutert Prof. Dr. Gernold Wozniak. „Die zugrundeliegende systematische Verknüpfung von bestimmten Informationen, wie Labordaten und Medikation,  erzeugt dann automatisch Warnhinweise, wenn die Verordnung eines Medikamentes z. B. zu einer Überdosierung bei einem Patienten oder wenn es zu ungünstigen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen könnte,“ so der Prof. weiter.  Weitere Verknüpfungen mit Informationen zu Unverträglichkeiten oder den EKG-Informationen sind in der Weiterentwicklung.

Das Gesamtsystem basiert auf einer „App“, die in Kooperation mit der  IT-Gruppe der Knappschaft in Bochum und der IT-Gruppe im Haus aufgebaut wurde und nun allen Fachabteilungen im Hause zur Verfügung steht.  Dabei kann das Informationsangebot individuell auf die einzelne Fachabteilung angepasst werden, um die fachspezifischen Kerninformationen sicher und schnell im Zugriff zu haben. Durch die fach- und berufsgruppenübergreifende Nutzung wird die Kommunikation zum Nutzen des Patienten verbessert und das Gefährdungspotential durch Fehlentscheidungen weiter deutlich minimiert.

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